Weltgebetstag der Frauen 2016 "Kuba"

Rund um die ganze Welt wurde am 4. März 2016 der diesjährige Weltgebetstag mit einer Liturgie aus Kuba gefeiert.

Buenas tardes, Kuba!
Herzlich Willkommen, Eschenbach!

Ob sie es glauben oder nicht…ABER am 4. März 2016 war „Kuba“ zu Besuch bei uns in Eschenbach!
Seit Jahrzehnten treffen sich Frauen auf der ganzen Welt am Abend des 1. Freitages im Monat März, um miteinander Gottesdienste zu feiern.
Kirchen und Gemeindehäuser füllen sich!
Es wird geschmückt, geredet, musiziert, gekocht, getanzt! So auch bei uns in Eschenbach!
Aber dann wird es ruhig!
Sie denken: Frauen! Ruhe? Stille? Können DIE das? Die KÖNNEN!!!
Dann nämlich, wenn die Botschaft des Abends im Mittelpunkt steht!
Das ist der Moment in dem unsere ganze Aufmerksamkeit bei den Frauen ist, die uns Christinnen in aller Welt IHRE Botschaft schicken! 2016 sind es die Frauen aus Kuba!
„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf!“ – ein Satz Jesu, nachzulesen in der Bibel in Markus 10, 13 – 16, steht als Aufforderung über dem Abend!
Ein Komitee, verantwortlich für den Weltgebetstag (WGT) 2016, schickt das Thema, seine Gottesdienstordnung samt Informationen in alle Welt. Überall wird in die Landessprachen übersetzt.
„Wie sollen wir den Satz Jesu verstehen?“, fragen sich die 40 Frauen zwischen 12 und 85 Jahren in Eschenbach!
Vielleicht kann uns der Besuch helfen zu verstehen?
Vier Frauen aus Kuba stehen auf und erzählen uns von sich, von den Kindern und von ihrer Heimat.
„Kuba“ in Eschenbach! Die Teilnehmerinnen des WGT sind begeistert!
Die Kubanerinnen schaffen es in Sekundenschnelle, ein Lächeln auf die Gesichter der deutschen Frauen zu zaubern. Mit ihren Erzählungen, ihrem Lachen und Tanzen wärmen sie unsere Herzen mit der Sonne Kubas.
Wir beginnen zu verstehen! „Nehmt Kinder auf…“ – das heißt: miteinander reden, miteinander lernen, miteinander leben! Kinder, Frauen, Männer, Fremde, Einheimische…gleichermaßen!
Aida Tengler, Aneiter Suarez, Marlevis Diaz und Yadira Reyes leben mit ihren Familien in Dürnau und Gammelshausen. Die Frauen sind unsere Nachbarinnen, Kolleginnen und Freundinnen!
In einem Interview zu Beginn des Abends stehen uns die Vier Rede und Antwort.
Noch sind die Bilder Kubas in unseren Köpfen, die in einer Fotoschau im Foyer des Gemeindehauses zu sehen waren. Noch klingen die Rhythmen der kubanischen Lieder, die uns begrüßten, in unseren Ohren nach.
„Was fällt dir als erstes ein, wenn du an Kuba denkst?“ „Meine Familie!“, sagt Yadira. „Ja, die Familie! Das ist das Wichtigste für uns!“, bestätigt Aneiter. „Familie – das heißt in Kuba: Mutter, Vater, wir 11 Kinder, Oma, Opa, Tanten, Onkel, Cousinen, Cousins. Oft wohnen alle in einem Haus!“, erklärt Aida. „Und vergiss die Nachbarn nicht! Nachbarn sind wie Familienmitglieder. Alle helfen sich!“, ergänzt Marlevis.
Unsere Gäste nehmen Platz. Sie feiern mit uns nach den Vorschlägen ihrer kubanischen Schwestern. Ein Vorbereitungsteam um Ilse Hof und Traudl Eitle gestaltet die Feier und den gemütlichen Teil, der sich anschließt. Vertreterinnen aller Generationen bereichern unseren Gottesdienst mit ihren fröhlichen Stimmen und ihrer Bereitschaft, sich einzubringen.
Am Ende halten alle weiße Papierblumen in den Händen, die an den Schmetterlingsjasmin erinnern.
Wir stehen auf und sprechen gemeinsam: „…Darum verpflichten wir uns:…wir werden die Hoffnung bewahren auf eine Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden, wir wollen Kinder willkommen heißen…und sie lieben ohne Unterschied….“
Und dann? Dann wird es wieder laut im Haus! Typisch Frauen! Da wird gelacht, gesungen, geschwätzt, gegessen, getrunken und getanzt! Man könnte sagen: Karibik trifft Schwaben!
Da wiegen selbst eingefleischte Schwäbinnen ihre Hüften! Versuchsweise!
Text: Johanna Sänger. Fotos: Angela Halbritter.

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Was ist die größte weltweite ökumenische Bewegung – vielleicht sind Sie ja auch dabei?
Seit fast 100 Jahren gibt es den Weltgebetstag, seit mehr als 60 Jahren wird er in Deutschland gefeiert. Frauen auf der ganzen Welt, in 170 Ländern – und inzwischen auch viele Männer – beten am 1. Freitag im März rund um den Globus. Eine große im besten Sinne globale Bewegung, die schon lange vor den Internetzeiten funktioniert hat.
Weltgebetstag – was passiert da?
Es wird miteinander gefeiert – denn es wird überall die gleiche Liturgie gefeiert, es werden die gleichen Worte gesprochen (in unterschiedlichen Sprachen). Jedes Jahr kommt die Liturgie aus einem bestimmten Land. 
Es verbindet uns die Hoffnung, dass wir ein Leib sind, verbunden miteinander weltweit. Spürbar wird dies jedes Jahr wieder – ganz besonders am ersten Freitag im März – Welt-Gebetstag.
Jedes Jahr wieder ein besonderer Gottesdienst, ein besonderer Abend, der mit Köstlichkeiten aus dem Gastland ausklingt.
Herzlichen Dank an alle, die in Heiningen und Eschenbach immer wider mithelfen, dass wir in beiden Gemeinden einen schönen Weltgebetstag feiern können.