Weltgebetstag der Frauen 2015 "Bahamas"

Rund um die ganze Welt wurde am 6. März 2015 der diesjährige Weltgebetstag mit einer Liturgie von den Bahamas gefeiert.

Was ist die größte weltweite ökumenische Bewegung – vielleicht waren Sie am Freitag, letzte Woche ja auch dabei?
Seit fast 100 Jahren gibt es den Weltgebetstag, seit mehr als 60 Jahren wird er in Deutschland gefeiert. Frauen auf der ganzen Welt, in 170 Ländern – und inzwischen auch viele Männer – beten am 1. Freitag im März rund um den Globus. Eine große im besten Sinne globale Bewegung, die schon lange vor den Internetzeiten funktioniert hat.
Weltgebetstag – was passiert da?
Es wird miteinander gefeiert – denn es wird überall die gleiche Liturgie gefeiert, es werden die gleichen Worte gesprochen (in unterschiedlichen Sprachen). Jedes Jahr kommt die Liturgie aus einem bestimmten Land. In diesem Jahr haben Frauen von den Bahamas Gebete, Lesungen, Lieder zusammengestellt. In Eschenbach war deshalb am letzten Freitag das ganze Gemeindehaus in eine tropische Landschaft verwandelt.

Im Mittelpunkt des Abends stand die Geschichte von Jesus, als er seinen Jüngerinnen und Jüngern die Füße wäscht. Die Frauen von den Bahamas, Christinnen aus vielen verschiedenen Konfessionen, haben diese Geschichte ausgewählt, um auf die Liebe, die die Missstände in ihrem Land erfordern, aufmerksam zu machen: Bahamas, das klingt nach Sonne, Strand, türkisblauem Wasser, ein Urlaubsparadies. Ist es auch. Aber es gibt eben auch die andere Seite: eine hohe Rate an häuslicher Gewalt, viele Minderjährige, die schwanger werden, meist auch verbunden mit Gewalterfahrung, Armut, ausgegrenzte MigrantInnen, Flüchtlinge aus Haiti.
Dafür haben die Kirchen auf den Bahamas zahlreiche Einrichtungen geschaffen. Sie versuchen Jesu Liebe zu leben. Den Menschen, die vom Leben geschlagen sind, im übertragenen Sinne die Füße zu waschen – und so Jesu Liebe weiter zu geben.
In Eschenbach und überall auf der ganzen Welt haben Menschen vom Leben auf den Bahamas erfahren, haben Menschen mit und für die Frauen der Bahamas gebetet. Ein Gebet, das einmal rund um den Globus ging. Wenn das nicht eine Kraft ist. Und dazu die vielen tausend Euro Spenden, die für Frauenprojekte auf den Bahamas und auch in anderen Ländern gesammelt wurden.
Herzlichen Dank für die Spenden in Heiningen in Höhe von 443 Euro und in Eschenbach in Höhe von 303 Euro.
Wenn das keine Hoffnung ist, dass wir ein Leib sind, verbunden miteinander weltweit. Spürbar wird dies jedes Jahr wieder – ganz besonders am ersten Freitag im März – Welt-Gebetstag.
Jedes Jahr wieder ein besonderer Gottesdienst, ein besonderer Abend, der mit Köstlichkeiten a la Bahamas ausklang.
Herzlichen Dank an alle, die in Heiningen und Eschenbach mitgeholfen haben, dass wir in beiden Gemeinden einen schönen Weltgebetstag feiern konnten.